Schwere, Elektricität und Magnetismus:262

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2

Sechster Abschnitt. §. 66.

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Vorlage:Idt2Obgleich wir in Wirklichkeit nur körperliche Magnete kennen, so ist es doch nicht überflüssig, den idealen Fall mit in Betracht zu ziehen, dass die magnetischen Flüssigkeiten über eine Fläche stetig vertheilt sind. Die Integration in (4) und in (2) ist dann über alle Elemente dieser Fläche auszudehnen.

Vorlage:Idt2Da die Gleichung (4) dieselbe Form hat wie die Gleichung (2) des §. 45, so gelten hier auch die Folgerungen, welche in demselben Paragraphen in den Gleichungen (6) und (7) ausgesprochen sind. Kennt man also im ganzen unendlichen Raume die von einem Magnet herrührende Potentialfunction V, so findet sich leicht die magnetische Dichtigkeit ρ im Punkte (x,y,z). Man erhält


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wenn die magnetischen Massen stetig über einen Raum von drei Dimensionen vertheilt sind; dagegen


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wenn sie über eine Fläche stetig ausgebreitet sind. <section end=t1 /> <section begin=t2 />

§. 66.
Die magnetischen Wirkungen des galvanischen Stromes.


Vorlage:Idt2Die Erfahrung zeigt, dass nicht nur Magnete, sondern auch galvanische Ströme nach aussen magnetische Wirkungen üben. Um diese Wirkungen zu untersuchen, stellen wir die Hypothese auf, dass die magnetischen Kräfte, welche in einem galvanischen Strome ihren Grund haben, überall ausserhalb des Stromes denselben Gesetzen unterliegen, als rührten sie von magnetischen Massen her.

Vorlage:Idt2Der galvanische Strom sei linear und einfach in sich zurücklaufend. Als Leiter des Stromes wird also eine Linie (ein unendlich dünner Draht) genommen, deren Endpunkt mit dem Anfangs-<section end=t2 />