Schwere, Elektricität und Magnetismus:255

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2

Die Arbeit in dem besonderen Falle des §. 60.


<section begin=t1 />es ist ferner für irgend eine Unstetigkeitsfläche


Vorlage:MathForm1


wobei J die Stromintensität in der Richtung der wachsenden p vorstellt, also Jdt die Elektricitätsmenge ist, welche in dem Zeitelement dt durch die Unstetigkeitsfläche in der angegebenen Richtung hindurchgeht. Hiernach vereinfacht sich die Gleichung (7) zu der folgenden:


Vorlage:MathForm1


in welcher das Zeichen bedeuten soll, dass das Product J(V+0V0) für jede Unstetigkeitsfläche gebildet, und dass die sämmtlichen Producte summirt werden sollen.

Vorlage:Idt2Wir legen durch den Leiter zwei Schnittflächen

σ1

und

σ2

, welche aus demselben ein vollständig begrenztes Stück herausschneiden. Die Fläche

σ1

, soll einfach zusammenhängend sein. Ihre

Datei:Riemann Fig 35.png
Fig. 35.

Begrenzung soll aus einer einzigen in sich zurücklaufenden und sich selbst nicht durchschneidenden Linie bestehen, die zugleich in der freien Oberfläche des Leiters liegt. Dasselbe soll für

σ2

gelten (Fig. 35). Ferner sollen

σ1

und

σ2

Niveauflächen der Potentialfunction sein, d. h. die Potentialfunction soll in allen Punkten von

σ1

denselben constanten Werth

V1

und in allen Punkten von

σ2

denselben constanten Werth

V2

haben. Es handelt sich darum,

dAdt

für das zwischen

σ1

und

σ2

liegende Stück des Leiters zu berechnen. Hier ist das Integral (1) über eben dieses Stück des Leiters zu erstrecken, und in gleicher Weise das Raum-Integral in (2). Das Oberflächen-Integral in (2) ist dagegen auszudehnen über die isolirte freie Oberfläche zwischen den Begrenzungslinien von

σ1

und

σ2

, ferner über

σ1

und

σ2

und über die Umhüllungen der in dem Leiterstück etwa vorhandenen Unstetigkeitsflächen. Das Raum-Integral in (2) ist wieder gleich Null. Ebenso das über die isolirte freie Oberfläche erstreckte Oberflächen-<section end=t1 />