Schwere, Elektricität und Magnetismus:250

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2

Fünfter Abschnitt. §. 61.


<section begin=t1 />Werth. Folglich ist für einen und denselben Querschnitt die normal gegen ihn gerichtete specifische Stromintensität in allen seinen Punkten constant.

Vorlage:Idt2Nach dieser Vorbereitung betrachten wir den drahtförmigen Leiter in seiner ganzen Ausdehnung. Wir legen normal gegen die Axe einen Querschnitt q, der auf jener die Bogenlänge s abschneidet. Ein Flächenelement des Querschnittes ist dq. Dasselbe soll als Basis eines Raumelementes angesehen werden, dessen Höhe ds ist. Das Volumen dieses Raumelementes ist demnach:


Vorlage:MathForm1


Vorlage:Idt2Bezeichnen wir nun wieder mit A die zur Zeit t von der bewegten Elektricität geleistete Arbeit, so haben wir nach §. 59, Gleichung (7):


Vorlage:MathForm1


Vorlage:Idt2Hier ist V die Potentialfunction der freien Elektricität und Π die in der Richtung von s genommene Componente der elektromotorischen Kraft.

Vorlage:Idt2Nach der Erklärung der specifischen Stromintensität ist idqdt die algebraische Summe der Elektricitätsmengen, welche im Zeitelement dt an der Stelle s von der negativen zur positiven Seite des Querschnittes dq übergehen, vermindert um die algebraische Summe derjenigen Mengen, welche in demselben Zeitelement an derselben Stelle in entgegengesetzter Richtung hindurchgehen. Für den ganzen Querschnitt q beträgt die betreffende Differenz:


Vorlage:MathForm1


die wir mit Jdt bezeichnen wollen. Es ist also :


Vorlage:MathForm1


Wir nennen J die Stromintensität an der Stelle des Querschnittes q. Die Axe, auf welcher der Bogen s gezählt wird, liegt normal gegen alle Querschnitte. Deshalb lassen wir für jeden Querschnitt die positive Normale mit der Richtung des wachsenden Bogens s zusammenfallen. Da wir nun voraussetzen, dass keine Ansammlung von freier Elektricität mehr statttindet, vielmehr ein Beharrungszustand eingetreten ist, so muss J an allen Stellen des Drahtes denselben Werth haben, oder – was dasselbe sagt, – es ist J von s unabhängig. Die Gleichung (3) geht über in folgende:<section end=t1 />