Schwere, Elektricität und Magnetismus:234

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2

Fünfter Abschnitt. §. 55.


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§ 55.
Freie Elektricität. Die Gleichung: ρt=(i1x+i2y+i3z).


Vorlage:Idt2Unter der freien Elektricität, welche in einem Körperelement resp. in einem Oberflächenelement enthalten ist, verstehen wir die algebraische Summe der in dem Körperelement, resp. dem Oberflächenelement überhaupt vorhandenen Elektricitätsmengen. Dividiren wir diese Summe durch den Rauminhalt des Körperelementes, resp. durch den Flächeninhalt des Oberflächenelementes, so ergibt sich ein Quotient, der die Dichtigkeit der freien Elektricität an der betreffenden Stelle genannt wird. Wir bezeichnen ihn mit ρ.

Vorlage:Idt2Im Innern eines Leiters werde nun ein unendlich kleines Parallelepipedon betrachtet, dessen Kanten von der Länge

dx,dy,dz

den

Datei:Riemann Fig 33.png
Fig. 33.

Coordinatenaxen parallel laufen. Der dem Anfangspunkte zunächst gelegene Eckpunkt habe die Coordinaten

x,y,z

(Fig. 33). Es handelt sich um die Berechnung der Elektricitätsmenge, um welche während eines Zeitelementes

dt

sich die freie Elektricität im Innern des Parallelepipedon vermehrt. Dazu hat man den Durchgang durch die sechs Begrenzungsflächen zu betrachten. Rechtwinklig zur Axe der

x

liegen zwei Seitenflächen, jede vom Flächeninhalt

dydz

. In der einen haben alle Punkte die erste Coordinate

=x

, in der anderen

=x+dx

. Durch jene strömt in der Zeit

dt

die Elektricitätsmenge



Vorlage:MathForm1


durch diese die Elektricitätsmenge


Vorlage:MathForm1


Die zuerst berechnete Elektricitätsmenge tritt in das Parallepipedon ein, die zweite tritt aus, und es ergibt sich als Zuwachs für das Innere:


Vorlage:MathForm1


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