Schwere, Elektricität und Magnetismus:170

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2

Dritter Abschnitt. §. 38.


<section begin=t1 />das vollständige Differential der Function P. Es gibt die Arbeit an, welche das System in dem auf die abgelaufene Zeit t folgenden Zeitelement dt verrichtet.

Vorlage:Idt2Setzen wir noch zur Abkürzung


Vorlage:MathForm1


so kann unter der eben gemachten Voraussetzung die Gleichung (1) geschrieben werden


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Vorlage:Idt2Die Differenz der beiden Functionen T und P nennt man die mechanische Kraft des Systems. Die Function T heisst die virtuelle mechanische Kraft, P die potentielle mechanische Kraft.

Vorlage:Idt2Wir bezeichnen mit T0 und P0 die Werthe, welche die Functionen T und P zur Zeit t=0 haben. Dann ergibt sich aus (2) unmittelbar


Vorlage:MathForm1


Wenn also die Bedingung für das Vorhandensein der Function P erfüllt ist, so berechnet sich der Zuwachs an lebendiger Kraft (virtueller mechanischer Kraft), welche das freie System von materiellen Punkten bei einer wirklich ausgeführten Bewegung erfährt, als die Differenz der Werthe, welche die Function P für die Anfangs- und die Endlage der Punkte des Systems besitzt. Diese Differenz ist aber unabhängig von den Wegen, auf welchen die Punkte aus ihrer Anfangslage in die Endlage übergeführt werden. Dieser Satz, welcher in Gleichung (3), oder auch in Gleichung (2) sich ausspricht, ist für das freie System von bewegten materiellen Punkten das Princip der Erhaltung der lebendigen Kraft. <section end=t1 /> <section begin=t2 />

§. 38.
Das Potential.


Vorlage:Idt2Wir gehen zu einem besonderen Falle über. Die Kräfte, von welchen die materiellen Punkte des freien Systems in Anspruch genommen werden, sollen gegenseitige Anziehungen oder Abstossungen sein, deren Grösse nur von den Massen der auf einander wirkenden Punkte und von ihrer Entfernung abhängt. Dann gibt es eine Function P, wie sie im vorigen Paragraphen eingeführt<section end=t2 />