Schwere, Elektricität und Magnetismus:168

Aus testwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus

Vorlage:PageDef2

Dritter Abschnitt. §. 36.

<section begin=t1 />


Vorlage:MathForm1


In dieser Gleichung spricht sich der Satz aus, dass die in dem Zeitintervall von t=0 bis t gewonnene lebendige Kraft gleich ist der während derselben Zeit verrichteten mechanischen Arbeit. Im allgemeinen ist die Arbeit nicht allein von der Anfangs- und Endlage des bewegten Punktes abhängig, sondern auch von der Bahn, die er durchläuft. Sie setzt sich ja aus allen den Producten zusammen, die man erhält, wenn jedes Bahnelement mit der in seine Richtung fallenden Componente der bewegenden Kraft multiplicirt wird. Von besonderer Wichtigkeit ist der Fall, dass die Arbeit für alle Bahnen, die aus einer gegebenen Anfangslage in eine gegebene Endlage überführen, dieselbe ist, dass sie nur von der Anfangs- und Endlage des bewegten Punktes abhängig ist. Dieser Fall tritt ein, wenn die Componenten X,Y,Z die resp. nach x,y,z genommenen partiellen Derivirten einer und derselben Function mVsind, welche direct nur von x,y,z abhängt, deren Ausdruck also die Zeit t nicht explicite enthält. In diesem Falle geht die Gleichung (3) über in


Vorlage:MathForm1


und die Gleichung (5) geht über in


Vorlage:MathForm1


Dabei ist V0 der Werth, welchen die Function V annimmt, wenn man den Coordinaten x,y,z des bewegten Punktes ihre Anfangswerthe beilegt.

Vorlage:Idt2In den Gleichungen (6) und (7) spricht sich der Satz aus:

Vorlage:Idt2Wenn die Componenten X,Y,Z die resp. nach x,y,z genommenen Derivirten derselben Function mV sind, welche direct nur von x,y,z abhängt, so ist die während einer Bewegung gewonnene lebendige Kraft gleich der Differenz der Werthe, welche die Function mV in der Anfangs- und in der Endlage des bewegten Punktes annimmt.

Vorlage:Idt2Dieser Satz ist das Princip der Erhaltung der lebendigen Kraft.<section end=t1 />