Schwere, Elektricität und Magnetismus:163

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus

Vorlage:PageDef2

Eindeutige Existenz der Function U. Dirichlet’s Princip.


<section begin=t1 />Diese Gleichung sagt aber aus, dass, wenn Ω(v) ein Minimum ist, die ersten Derivirten von v im Innern des Raumes S nicht unstetig sind.

Vorlage:Idt2Es fragt sich noch, ob ausser der einen Function u=v, welche das Integral Ω(u) zu einem Minimum macht, noch eine andere u=v+s dieselbe Eigenschaft besitzt. Unter s soll hier wieder eine Function verstanden werden, welche in der Oberfläche von S den Werth Null hat und im Innern derselben Bedingung genügt wie die Functionen u. Nun ist Ω(v+s) ein Minimum, wenn für eine Constante h, die unendlich nahe an 1 heranrückt, die Bedingung erfüllt ist:


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Vorlage:Idt2Wir haben nach den Gleichungen (4) und (5)


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und wenn man hierin h=1 setzt:


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Dadurch geht die Bedingung (11) in folgende über


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Da man aber die Constante h2, die unendlich nahe an 1 liegen soll, nicht bloss grösser, sondern auch kleiner als 1 nehmen darf, so kann der Bedingung (12) nur dadurch genügt werden, dass man setzt:


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Bei der eigenthümlichen Form des Integrals Ω(s) kann diese Gleichung nur dann zu Stande kommen, wenn im Innern des Raumes S überall


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d. h. s=const. ist. Der constante Werth von s muss aber Null sein, weil in der Oberfläche s=0 ist.

Vorlage:Idt2Von allen den Functionen u, welche die in der Oberfläche des Raumes S gegebene Function v ins Innere stetig fortsetzen, gibt es also eine und nur eine, die das Integral (2) zu einem Minimum macht. Diese Function und ihre ersten Derivirten sind im Innern von S überall endlich und stetig variabel, und sie selbst erfüllt die partielle Differentialgleichung (8).<section end=t1 />