Schwere, Elektricität und Magnetismus:159

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus

Vorlage:PageDef2

Eindeutige Existenz der Function U. Dirichlet's Prinzip.


<section begin=t1 />Gauss seiner Function U zuschreibt. Man darf also den Satz von Gauss speciell so aussprechen: Auf der Oberfläche eines gegebenen Raumes S lassen sich immer in einer und nur in einer Weise entweder positive, oder theils positive, theils negative Massen so ausbreiten, dass die Function V+1r für jeden Punkt der Oberfläche den Werth Null hat. Diese Function befriedigt alle Bedingungen, welche Green für seine Function U aufstellt.

Vorlage:Idt2Dieser Beweis ist, wie man sieht, nicht rein analytisch. Seine Einkleidung ist der Theorie der Potentialfunction selbst entnommen. Einen rein analytischen Beweis hat später Dirichlet gegeben.*)[1]

Vorlage:Idt2Der Satz von Dirichlet lautet:

Vorlage:Idt2Ist die Function v einwerthig, endlich und stetig variabel für jeden Punkt in der Oberfläche eines begrenzten Raumes S gegeben, so lässt sie sich immer und nur auf eine Weise für das Innere so bestimmen, dass sie auch da einwerthig, endlich und stetig variabel ist und der partiellen Differentialgleichung


Vorlage:MathForm1


Genüge leistet.

Vorlage:Idt2Um diesen Satz zu beweisen, bilden wir das über den Raum S auszudehnende Integral


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Vorlage:Idt2Darin soll mit u eine Function bezeichnet werden, die in der Oberfläche des Raumes S überall mit der gegebenen Function v übereinstimmt, die aber im Innern des Raumes nur an die Bedingung geknüpft ist, dass sie selbst und ihre ersten Derivirten überall einwerthig, endlich und stetig variabel seien. Solcher Functionen u gibt es unendlich viele. Bezeichnet man eine von ihnen mit u1, so lässt jede andere sich in die Form bringen


Vorlage:MathForm1


wenn h eine passend zu wählende Constante bedeutet und s eine<section end=t1 />

Vorlage:References

  1. *) In seinen Vorlesungen über die dem umgekehrten Quadrat der Entfernung proportional wirkenden Kräfte.