Schwere, Elektricität und Magnetismus:142

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2

Zweiter Abschnitt. §. 29.

<section begin=t1 /> Vorlage:Idt2Auf Grund dieser Gleichungen könnte man den Ausdruck


Vorlage:MathForm1


durch blosse Rechnung transformiren. Wir ziehen es vor, den neuen Ausdruck direct herzuleiten, indem wir den Satz von Gauss

Datei:Riemann Fig 22.png
Fig. 22.

(§.12) auf ein Raumelement des Kugelcoordinaten-Systems anwenden. Dieses Raumelement (Fig.22) wird begrenzt von zwei concentrischen Kugelflächen, die mit den Radien

r

und

r+dr

um den Mittelpunkt der Kugel-Coordinaten beschrieben sind, ferner von zwei Kegelflächen, welche die

z

Axe zur Axe haben, und deren Erzeugende mit dieser Axe die Winkel

θ

und resp.

θ+dθ

einschliessen, endlich von zwei Meridian-Ebenen, die mit der Ebene des Anfangsmeridians die Winkel

φ

und

φ+dφ

bilden. Die sechs Begrenzungsflächen durchschneiden sich in zwölf Kanten. Je drei von ihnen, welche eine dreiseitige Ecke bilden, stehen rechtwinklig aufeinander.

Vorlage:Idt2Der Satz von Gauss lautet:


Vorlage:MathForm1


wenn die Integration über die Oberfläche des Raumelementes erstreckt wird. N ist die Componente der Anziehung in der Oberfläche, genommen in der Richtung der nach innen gezogenen Normale, und M die Masse im Innern des Raumelementes.

Vorlage:Idt2Das Integral zerlegt sich in sechs Bestandteile, deren jeder von einer Seitenfläche herrührt. Wir haben zunächst zwei Seitenflächen, rechtwinklig gegen den Radius vector r. Der Flächeninhalt derselben ist r2sinθdθdφ und resp. (r+dr)2sinθdθdφ. Für die erste ist N=Vr, für die andere N=(Vr)r+dr. Folglich liefern diese beiden Seitenflächen zu dem Integral den Beitrag<section end=t1 />