Schwere, Elektricität und Magnetismus:131
Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2
<section begin=t1 />Schnitt auf der linken (oberen) Seite liegt. Wir lassen dann die Variable von dem Rande des Schnittes aus im Innern des begrenzten Flächenstückes eine Linie stetig durchlaufen, die im Innern oder auf der Begrenzung endigt. Dabei soll, wie wir ferner festsetzen, von den beiden Werthen der Function nur die stetige Fortsetzung des Anfangswerthes in Betracht kommen. Dadurch wird erreicht, dass auf der Linie und im Innern des von ihr begrenzten und von bis zerschnittenen Flächenstückes die Function überall einwerthig, endlich und stetig variabel ist. Nur wenn ist, wird die Function an einer Stelle des Flächenstückes unendlich, nemlich an der Stelles . In diesem besonderen Falle legen wir um den Unstetigkeitspunkt einen Kreis von beliebig kleinem Radius , schliessen das Innere desselben von dem betrachteten Flächenstück aus und lassen schliesslich werden.
Vorlage:Idt2Wir setzen nun einen Fundamentalsatz aus der Theorie der Functionen einer complexen Variablen als bekannt voraus. Derselbe lautet:
Vorlage:Idt2Wenn für alle Werthe von innerhalb eines vollständig begrenzten Gebietes der Zahlenebene und auf der Begrenzung die Function überall einwerthig, endlich und stetig variabel ist, so hat das Integral
ausgedehnt durch die ganze Begrenzung, den Werth Null.
Vorlage:Idt2Ist
also
von Null verschieden, so hat man folgenden Integrationsweg (Fig. 19):
Von
bis
unendlich nahe an dem Schnitt auf der rechten (unteren) Seite, von
bis
ebenso auf der linken (oberen) Seite, dann von
durch die Linie
um
herum bis
in der Richtung der Pfeile.
Vorlage:Idt2Das Integral auf dem reellen Wege von bis und von bis hat den Werth<section end=t1 />