Schwere, Elektricität und Magnetismus:094

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2

Zweiter Abschnitt. §. 21.

<section begin=t1 />

Vorlage:Idt2Es werde endlich drittens die Function V in einem Punkte unstetig. Dies tritt ein, wenn in dem fraglichen Punkte eine endliche Masse m concentrirt ist. Wir machen ihn zum Mittelpunkte einer Kugelfläche vom Radius 𝔯. Mit dω soll das Flächenelement auf einer Kugel vom Radius 1 bezeichnet werden. Dann lautet der Beitrag, welcher jetzt zu dem Oberflächen-Integral hinzukommt:


Vorlage:MathForm1


Es ist aber hier


Vorlage:MathForm1


und es bleiben V1 und V1𝔯 endlich und stetig für 𝔯=0. Folglich erhalten wir


Vorlage:MathForm1


wenn mit U0 der Werth von U in dem Unstetigkeitspunkte der Function V bezeichnet wird. In diesem letzten Falle hat man also auf der rechten Seite der Gleichung (3) zu dem Oberflächen-Integral den Beitrag


Vorlage:MathForm1


hinzuzufügen. <section end=t1 /> <section begin=t2 />

§. 22.
Die Potentialfunction ist durch die Kennzeichen des §. 18 im ganzen unendlichen Raume eindeutig bestimmt.


Vorlage:Idt2Die im vorigen Paragraphen gewonnenen Resultate bieten zunächst die Mittel dar, die im §. 18 aufgestellte Behauptung zu beweisen, dass durch die partielle Differentialgleichung von Laplace [§.18: (1)], durch eine der Gleichungen [§.18: (2), (3), (4), (5)] und die vier Nebenbedingungen [§. 18: (6), (7), (8), (9)] die Potentialfunction vollständig und eindeutig bestimmt ist.

Vorlage:Idt2Um diesen Beweis zu führen, setzen wir fest, dass T der ganze unendliche Raum sein soll. Die Hülfsfunction U hat in diesem Falle einen sehr einfachen Ausdruck, nemlich<section end=t2 />