Schwere, Elektricität und Magnetismus:090

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2

Zweiter Abschnitt. §.21.


<section begin=t1 />Für limc=0 bleibt nur das Integral Vdω, und wenn man den Werth von V im Punkte (x',y',z') mit V bezeichnet, so ergibt sich


Vorlage:MathForm1


Aus der Gleichung (4) des vorigen Paragraphen erhalten wir also


Vorlage:MathForm1


und hier ist das dreifache Integral über den Raum T, das Oberfächen-Integral über seine Begrenzung zu erstrecken.

Vorlage:Idt2Dabei ist vorausgesetzt, dass die Function V und ihre ersten Derivirten innerhalb des Raumes T überall endlich und stetig bleiben.

Vorlage:Idt2Es fragt sich noch, welche Modificationen eintreten, wenn der Raum T sich ins Unendliche erstreckt. In diesem Falle hat man zu der schon vorhandenen Begrenzung noch eine solche hinzuzufügen, welche alle aus dem endlichen Gebiete austretenden Bestandtheile von T ausschliesst. Es fragt sich dann, was aus den Integralen auf der rechten Seite der Gleichung (3) wird, wenn man die neu hinzugefügten Begrenzungstheile so ins Unendliche rücken lässt, dass der gegebene Raum T wieder zu Stande kommt. Behalten die Integrale in diesem Falle bestimmte, endliche Werthe, so bleibt die Gleichung (3) in Gültigkeit.

Vorlage:Idt2Sind Unstetigkeitsstellen der Function V oder der ersten Derivirten vorhanden, so kommen zu dem Oberflächen-Integral noch Beiträge hinzu. Wir unterscheiden die drei Falle, dass die Unstetigkeit in einer Fläche, oder in einer Linie oder in einem Punkte stattfindet.

Vorlage:Idt2Erstens. Wenn die Unstetigkeit in einer Fläche auftritt, so legen wir ihr unendlich nahe zwei Flächen, welche auf der positiven und auf der negativen Normale der Unstetigkeitsfläche überall die constante Strecke +ε und resp. ε abschneiden. Wir wollen dann z unendlich klein werden lassen. Diese beiden Flächen und ein Cylinder von der unendlich kleinen Höhe 2ε welcher dem Rande der Unstetigkeitsfläche unendlich nahe liegt,<section end=t1 />