Schwere, Elektricität und Magnetismus:064

Aus testwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2

Erster Abschnitt. §. 14.


<section begin=t1 />liegt, werde mit

dσ

bezeichnet. Wir nehmen die Begrenzung von

dσ

zur Directrix einer Cylinderfläche, deren Erzeugende zu der Normale parallel läuft, und legen zwei Schnittebenen rechtwinklig zur Normale (Fig. 8) im Abstande

+ε

und resp.

ε

von dem Fusspunkte.

Datei:Riemann Fig 08.png
Fig. 8.

Dadurch werden zwei unendlich kleine cylindrische Räume abgegrenzt, deren gemeinschaftliche Basisfläche

dσ

ist, und die nach der Seite der positiven und resp. der negativen Normale zu liegen. Auf jeden dieser beiden Räume wenden wir den Satz von Gauss (§. 12) an. Der Beitrag, welchen die cylindrischen Mantelflächen zu dem Integral liefern, kann vernachlässigt werden, weil wir die Höhe

ε

so klein nehmen, dass das Verhältnis der Mantelflächen zu

dσ

unendlich klein wird. Betrachten wir zuerst den Cylinder, welcher nach der Seite der positiven Normale liegt, so liefert die Basisfläche

dσ

zu dem Integral den Beitrag


Vorlage:MathForm1


denn die auf dσ nach dem Innern des Cylinders gezogene Normale fällt mit der positiven Normale der anziehenden Fläche zusammen. Die Gegenfläche liefert den Beitrag


Vorlage:MathForm1


denn ihre nach dem Innern des Cylinders gezogene Normale fällt in die Richtung der negativen Normale der anziehenden Fläche. Im Innern des Cylinders ist keine anziehende Masse vorhanden, sondern nur in seiner einen Begrenzungsfläche dσ. Das Quantum dieser Masse ist ρ0dσ, wenn mit ρ0 die Dichtigkeit im Fusspunkte der Normale bezeichnet wird. Der Satz von Gauss lautet hier also


Vorlage:MathForm1


und daraus findet sich


Vorlage:MathForm1


Vorlage:Idt2In derselben Weise wenden wir den Satz von Gauss auf den zweiten Cylinder an, der nach der Seite der negativen Normale liegt. Hier ergibt sich


Vorlage:MathForm1


d. h.


Vorlage:MathForm1


<section end=t1 />