RE:Emmenidai
Vorlage:REDaten Emmenidai, berühmte Familie (fälschlich Vorlage:Polytonisch. Schol. Vorlage:RE siehe Ol. III 68 b) in Akragas (Pind. Pyth. VI 5; Ol. II 11ff. III 67ff.). Sie führte ihren Stammbaum auf Vorlage:RE siehe und Vorlage:RE siehe zurück (Schol. Pind. Ol. II 13 c. 65 c). Doch bestanden zwei von einander differierende Überlieferungen darüber; die eine, deren Vertreter Menekrates war (Schol. Pind. Ol. II 16 c; rec. 14), gab den Stammbaum folgendermaßen (vgl. auch Otfried [[Karl Otfried Müller|Vorlage:SperrSchrift]] Orchomenos² 331. 461): Vorlage:Seite
| Kadmos Vorlage:Idt| Polydoros Vorlage:Idt| Labdakos Vorlage:Idt| Laios Vorlage:Idt| Oidipus Vorlage:Idt| Eteokles Vorlage:Idt| Polydoros Vorlage:Idt| Haimon |
Haimon sei nach Athen geflohen, seine Nachkommen hätten gemeinsam mit den Argivern Vorlage:RE siehe besiedelt (auch Didymos Schol. Ol. III 1 d leitet sie aus Argos her) und seien von da nach Akragas gegangen. Der Version, daß sie unmittelbar nach Akragas gelangten, folgte auch Pindar in seinem Enkomion auf Theron (frg. 118. 119 Bgk.)und Timaios (Schol. Ol. II 15 a). Wie die Generationenzählung nach dieser Überlieferung zu erklären ist (die Stelle im Schol. Ol. II 16 c lautet: Vorlage:Polytonisch), ist unklar; Vorlage:SperrSchrift Aufstellungen (De Pindari studiis chronologicis XIXff.) sind ganz problematisch. |
Die andere Überlieferung (Schol. Pind. Ol. II 82 d) bot folgenden Stammbaum:
| Vorlage:Idt2Laios Vorlage:Idt2| Vorlage:Idt2Oidipus Eteokles Vorlage:IdtPolyneikes Vorlage:Idt2| Vorlage:Idt2Thersandros Vorlage:Idt2| Vorlage:Idt2Tisamenos Vorlage:Idt2| Vorlage:Idt2Autesion Vorlage:Idt2| Vorlage:Idt2Theras KlythiosVorlage:Idt2Telemachos bleibt inVorlage:Idt2| Thera) Vorlage:Idt2Chalkiopeus Vorlage:Idt2| Vorlage:Idt2Emmenides Vorlage:Idt2| Vorlage:Idt2Ainesidamos Vorlage:Idt2| Vorlage:Idt2Theron |
Vgl. Otfried Vorlage:SperrSchrift a. O. 461. Vorlage:SperrSchrift Pindar II 2,115. Vorlage:SperrSchrift Akragas 65. Vorlage:SperrSchrift Pindars Siegeslieder 250. Vorlage:SperrSchrift a. O. XXff. Vorlage:SperrSchrift Pindar CXIX 13ff. Auf diese Weise werden die B. mit Theras, dem Gründer von Thera, und den Aigiden (Vorlage:SperrSchrift Kyrene 66ff.; Roschers Lexik. der griech. u. röm. Mytholog. II 1739ff.) verknüpft; Telemachos wanderte von Thera nach Sicilien aus (Schol. Pind. a. O.) und stürzte dort Phalaris (Schol. Ol. III 68 d). Dieser Version, welche die offizielle des Hauses gewesen zu sein scheint (Vorlage:SperrSchrift a. O.), folgte auch Pindar (Ol. II 76ff.); wie die Verbindung desselben mit Rhodos, welche er ebenfalls vertrat, damit zu vereinbaren war, ist nicht klar. Der Stammbaum ist indes, wie Otfried Vorlage:SperrSchrift (a. O. 332. 461) erkannte, lückenhaft überliefert, da zwischen Theras und Telemachos mindestens 12 Glieder fehlen; Vorlage:SperrSchrift hielt es für das wahrscheinlichste, zwischen Samos und Telemachos 12 Geschlechter einzuschieben. Die Angabe von 27 Generationen (Schol. rec. Ol. II 14) wird von Vorlage:SperrSchrift a. O. XIXff. auf diesen Stammbaum bezogen und die Lücke zwischen den beiden Trägern des Namens Telemachos angenommen; doch ist Vorlage:SperrSchrift Konstruktion, wie auch sonst (Vorlage:SperrSchrift Wochenschr. f. cl. Philol. V 1888, 678ff.), zweifelhaft, da die erwähnte Zahl der anderen Überlieferung angehört. Es existierte auch die Version, daß die E. zuerst nach Gela und von dort nach Akragas gelangten (Schol. Ol. II 15 c). Der Familie eigentümlich war der Kultus der Dioskuren (Pind. Ol. III 61ff. Schol. 1 a-c; sie war durch Reichtum ausgezeichnet (Pind. Ol. II 20; frg. 119). Die historische Realität des Vorlage:Seite Stammbaumes steht dahin; es ist klar, daß Emmenides — oder vielmehr Emmenes — ursprünglich als Stammvater galt und die Anknüpfung an Theras und Oidipus erst eine spätere Stufe darstellt. Dabei würde allerdings Emmenes in hellhistorische Zeit heruntergerückt. Die Nachricht, dass Telemachos sich nach Phalaris Sturz der Herrschaft in Akragas bemächtigt habe (Schol. Pind. Ol. III 68 d), ist gewiß nichts anderes als eine Folgerung aus seinem Anteil an dem Ende des Phalaris. Die Nachkommen des Theras erscheinen Schol. Pind. Ol. II 82 d in der oben wiedergegebenen Folge, während Schol. Pind. Ol. III 68 a. d (wohl aus Hippostratos, vgl. Schol. Pyth. VI 4) Chalkiopeus ausläßt und den Stammbaum folgendermaßen vervollständigt:
| Vorlage:Center | Vorlage:Center |
| Vorlage:Idt2│ | |
| Thrasydaios Vorlage:Idt2Philokrates | Vorlage:Center |
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Chalkiopeus wurde von Vorlage:SperrSchrift Abhdl. 102 (und Vorlage:SperrSchrift a. O. XXII) mit Unrecht herausgeworfen; da bei Herod. VII 154 ein Ainesidamos (Vorlage:Polytonisch des Hippokrates von Gela) auftritt, der Sohn des Pataikos war (Vorlage:SperrSchrift a. O. 116), so ordnete O. Vorlage:SperrSchrift später (Dorier II² 487, ähnlich Vorlage:SperrSchrift a. O.) das Stemma der Familie in folgender Weise: Vorlage:Seite
| Telemachos Vorlage:Idt| Emmenides [Lücke] Telemachos Vorlage:Idt| Chalkiopeus Vorlage:Idt| Pataikos Vorlage:Idt| Ainesidamos Vorlage:Idt| Theron |
Doch ist die Identität des Ainesidamos bei Herodot mit demjenigen von Akragas durchaus nicht feststehend ([[Adolf Holm|Vorlage:SperrSchrift]] Gesch. Siciliens I 415. Vorlage:SperrSchrift Hist. of Sicily II 105). Theron bemächtigte sich der Tyrannis von Akragas (485), die er bis zu seinem Tode (472/1) behielt; sein Bruder war Xenokrates, vgl. noch Pind. Isthm. II 41ff.; Ol. II 89 (die abweichende Behauptung Artemons Schol. Pind. Isthm. II in. ist ohne allen Grund, vgl. auch Vorlage:SperrSchrift a. O. II 532ff.). Theron hatte gegen Verwandte zu kämpfen (Kapys und Hippokrates, Schol. Pind. Ol. II 173 e. g, vgl. Vorlage:SperrSchrift a. O. II 419. |
Vorlage:SperrSchrift a. O. II 147. 238. 529), die nach Hippostratos (Schol. Pind. Pyth. VI 4) von einem Bruder des Eumenides, Xenodikos, stammten. Thrasydaios, der schon zu Lebzeiten seines Vaters in Himera die Herrschaft führte (Diod. XI 48, 6ff.), folgte Theron in der Tyrannis von Akragas nach, die er in gewalttätiger Weise ausübte; er verwickelte sich gleich zu Anfang seiner Regierung in einen Krieg mit Hieron von Syrakus, der für ihn unglücklich ausging (Diod. XI 53). Die Folge war sein Sturz in Akragas; er flüchtete nach Megara, wo er zum Tode verurteilt wurde. Damit war die Herrschaft der Emmeniden in Akragas zu Ende.
Literatur: Vorlage:SperrSchrift (-[[Otto Ribbeck|Vorlage:SperrSchrift]] ) Abh. über die Briefe des Phalaris 100ff. Vorlage:SperrSchrift Pindar II 2. 115ff. Vorlage:SperrSchrift Hist. of Greece V² 7Off. Vorlage:SperrSchrift Gesch. Sic. I 205. 242. 414ff. [[Maximilian Duncker|Vorlage:SperrSchrift]] Gesch. d. Altert.Vorlage:Sup VI 652. VIII 390ff. 403ff. Vorlage:SperrSchrift Hist. of Sic. II 28. 144ff. 278ff. Ed. [[Eduard Meyer|Vorlage:SperrSchrift]] Gesch. d. Altert. II 825f. III 628ff. Vorlage:REAutor