Schwere, Elektricität und Magnetismus:273

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2

Geometrische Bedeutung des Ausdruckes für V.


<section begin=t1 />Der Ausdruck für V hat also die Form der Potentialfunction einer idealen magnetischen Massenvertheilung. Denken wir uns, man könnte die magnetischen Fluida stetig über eine Fläche ausbreiten, und es wäre dμ die in dem Flächenelement dσ enthaltene magnetische Masse, so würde


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die Potentialfunction dieser magnetischen Masse sein, wenn man die Integration über die ganze Fläche ausdehnt.

Vorlage:Idt2Belegen wir also die Fläche S (für p=0) in jedem Flächenelemente mit der magnetischen Masse


Vorlage:MathForm1


und eine zu S parallele Fläche (für p=δ) in jedem Flächenelemente mit der magnetischen Masse


Vorlage:MathForm1


so ist die Wirkung der über beide Flächen ausgebreiteten magnetischen Massen dieselbe wie die Wirkung des durch die Begrenzung von S hindurchgehenden galvanischen Stromes.

Vorlage:Idt2Die magnetischen Massen der beiden Belegungen sind von entgegengesetztem Zeichen, von gleicher und constanter Dichtigkeit, und diese Dichtigkeit ist der Scheidungsweite umgekehrt proportional.

Vorlage:Idt2Die Wirkung auf einen Punkt im inneren Raume zwischen den beiden unendlich nahe an einander liegenden Flächen ist hier nicht mit einbegriffen. <section end=t1 /> <section begin=t2 />

§. 73.
Geometrische Bedeutung des Ausdruckes für V.


Vorlage:Idt2Das Integral in der Gleichung (3) des §.71 hat auch eine geometrische Bedeutung. Wir ziehen vom Punkte (x,y,z) einen Strahl, welcher die Strombahn s durchschneidet, und setzen ihn so in Bewegung, dass der Schnittpunkt die Curve s von Anfang bis zu Ende durchläuft. Dadurch wird eine Kegelfiäche erzeugt, welche den Punkt (xyz) zum Scheitel hat. Um denselben Punkt als Mittelpunkt legen wir eine Kugelfläche vom Radius 1. Diese wird von der Kegelfläche in einer geschlossenen Linie s1 durchschnitten. Wir wollen zunächst der Einfachheit wegen vor-<section end=t2 />