Schwere, Elektricität und Magnetismus:092

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2

Zweiter Abschnitt. §. 21.

<section begin=t1 />


Vorlage:MathForm1


und dieses Integral ist über die Unstetigkeitsfläche zu erstrecken.

Vorlage:Idt2Wenn zweitens die Unstetigkeit in einer Linie auftritt, so machen wir diese zur Axe einer cylindrischen Fläche. Die Querschnitte rechtwinklig zur Axe seien Kreise vom Radius

t

, deren Mittelpunkt auf der Axe liegt. (Fig. 13.) Ein solcher Querschnitt

Datei:Riemann Fig 13.png
Fig. 13.

wird dadurch festgelegt, dass man den Bogen

s

angibt, der auf der Unstetigkeitslinie zwischen ihrem Anfangspunkte und dem Mittelpunkte des Querschnittes liegt. In dem Querschnitte selbst nehmen wir für einen Punkt seiner Begrenzung Polar-Coordinaten

t,φ

. Die cylindrische Fläche und die beiden Endflächen (der erste und der

letzte Querschnitt: s=0,s=s1) bilden dann die Begrenzung des Raumes T2, der bei Anwendung des Satzes von Green zunächst aus dem Integrationsgebiete auszuschliessen ist. Wir nehmen das Verhältniss t:s1 unendlich klein, so dass der Inhalt der Endflächen gegen die cylindrische Mantelfläche vernachlässigt werden kann. Das Oberflächen-Integral ist dann nur über die letztere zu erstrecken. Für sie fällt die nach dem Innern des Raumes T1 gerichtete Normale mit der Richtung der wachsenden t zusammen. Es ist also hier


Vorlage:MathForm1


Vorlage:Idt2Auf der rechten Seite der Gleichung (3) ist demnach zu dem Oberflächen-Integral der Beitrag


Vorlage:MathForm1


hinzuzufügen. Wir haben im §. 17. gesehen, dass die Function V in einer Linie unstetig wird, wenn über diese Linie eine endliche Masse vertheilt ist. Es ist dann


Vorlage:MathForm1


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