Schwere, Elektricität und Magnetismus:356

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Vorlage:Bernhard Riemann - Schwere, Elektricität und Magnetismus Vorlage:PageDef2

Neunter Abschnitt. §. 106.

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Vorlage:MathForm1


und es ist


Vorlage:MathForm1


Datei:Riemann Fig 50.png
Fig. 50.

Die Integration in (3) ist über die ganze Erdoberfläche zu erstrecken. Der Winkel

γ

wird auf der Hülfskugel vom Radius 1 gemessen durch den Bogen eines grössten Kreises. Dieser Bogen (Fig. 50) ist die dritte Seite eines sphärischen Dreiecks, dessen beide andere Seiten

θ

und

θ

den Winkel

φφ

einschliessen. Folglich gilt für

cosγ

die Formel:



Vorlage:MathForm1


Die Dichtigkeit ρ ist eine Function von θ und φ. Wir haben θ variabel von 0 bis π und φ variabel von 0 bis 2π zu nehmen. Die Function


Vorlage:MathForm1


ist nun freilich a priori nicht bekannt. Folglich geben uns die Gleichungen (3) und (4) auch nicht ohne weiteres die Werthe von V im ganzen unendlichen Raume. Sie machen uns aber darauf aufmerksam, dass V sich nach ganzen Potenzen von r entwickeln lässt. Die Coefficienten der Entwicklung sind Functionen von θ und φ, deren Form wir aus den Bedingungen zu bestimmen haben, dass V im äusseren Raume sowohl wie im Innern der Erdkugel der Gleichung von Laplace Genüge leisten muss und beim Durchgange durch die Erdoberfläche nicht unstetig werden darf [§. 79 (1), §. 80 (1) und (2)]. Ist hiernach die Entwicklung von V vollständig durchgeführt, so treten darin unendlich viele constante Coefficienten auf, die vorläufig unbestimmt sind. Sie erhalten dadurch bestimmte Werthe, dass die so entwickelte Function V an jeder Stelle der Erdoberfläche mit der dort gegebenen Potentialfunction V* übereinstimmen soll.<section end=t1 />